Nun habe ich es endlich geschafft, zumindest einen kurzen Blick auf den Duster 2 zu werfen. Da ich nicht so recht weiß, wo ich anfangen soll, nehmen wir mal das Fazit vorweg:

Eine Probefahrt war witterungsbedingt nicht erlaubt, da der Vorführer noch auf Sommerreifen steht. Selbst eine Gruppe Dänen, die nur mal schnell die Straße rauf und runter wollte, wurde abgewiesen.
Ihr habt ja schon so viel geschrieben, und auch Fotos und Videos gibt es ja mittlerweile zuhauf. Ich greife einfach mal ein paar Dinge auf und gebe meinen Senf dazu.
Einstieg: Ich habe mir nicht den Kopf gestoßen, hatte das aber auch wieder vergessen. Gut, dass ich nicht darauf geachtet habe.
Ich bin 186 cm lang, bei bummelig 88 kg.
Enge: Oder eben nicht. Mit meinem Unrumpf hatte ich keine Platzangst. Einzig „meine“ Sitz- und Lenkradeinstellung fand ich nicht auf Anhieb. Im Duster I sitze ich recht weit vorne (Schulter an der Rückenlehne, Handgelenk liegt locker auf dem Lenkrad auf, das Kupplungsbein beim Treten noch angewinkelt), die Lehne ist aufrecht, der Sitz an sich ganz nach unten gestellt. Diese Einstellungen konnte ich im Duster II nicht auf Anhieb reproduzieren, was vor allem an der Neigung der Rückenlehne liegt. Im Duster I funktioniert das mit dem Stellrad „stufenloser“ als mit dem Hebel im Duster II. Hier kommt nun das längs verstellbare Lenkrad ins Spiel. Als denn nun alles passte, war zwischen meinem Kopf und dem Dachhimmel noch eine (aufrechte) Handbreit Platz. Beim Losfahren mit dem Duster I das auch schnell getestet, und siehe da, das gleiche Ergebnis. Eine Gurthöhenverstellung habe ich im neuen nicht vermisst (die Verkäuferin schaute ein wenig skeptisch, als ich mich in der Ausstellungshalle anschnallte …). Ich habe auch mit der früher abfallenden Dachlinie kein Problem, der Innenraum passt für mich wie angegossen. Die leicht höher angeordnete Gürtellinie, die für niedrigere Fenster sorgt, ist mir im Innenraum nicht negativ aufgefallen. Erst beim Wiedereinstieg in den Duster I kam ich mir irgendwie exponierter vor.
Spiegelverstellung und Tempopilot: Erstere von der Position unterhalb der Handbremse nun nach vorne links gewandert. Okay, daran müsste ich mich gewöhnen, denn im Duster I verstelle ich sehr oft den Beifahrerspiegel, und zwar bei Rückwärtseinparken. Zum einen stehe ich gerne gerade (ich gebe es zu: Ich bin da echt auf Spiegel angewiesen), zum anderen ratsche ich nicht so gerne mit der breiteren Spur (auch wenn´s nur Stahlfelgen sind, aber es steht ja noch Gummi über) gegen Bordsteinkanten. Sobald ich den Rückwärtsgang einlege, wandert meine Hand automatisch schon in Richtung Schalter unter der Handbremse. Dass dort beim neuen nun der Schalter für den Tempopilot sitzt, geht für mich in Ordnung. Eigentlich bräuchte man dafür nicht so viel Text schreiben, aber da das ja ein großes Thema zu sein scheint … wie auch immer, der Zugang zum Tempopilot ist aufgrund der schmaleren Mittelarmlehne einfacher. Dass diese nun schmaler ausfällt, finde ich persönlich nicht schlimm. Auf meiner breiteren nutze ich effektiv auch nur „meine“ Seite, nicht zusätzlich noch jene meiner Holden. Möglichweise liegt das an meiner Sitzposition. Ich war aber auch nie ein Freund davon, mit dem Oberkörper/Kopf ziemlich weit in Richtung Fahrzeugmitte zu sitzen … aus dem Alter bin ich so oder so raus.
Zugang zum Kofferraum, die Ladekante: Ich kann bei bestem Willen keinen großen Unterschied zum Duster I erkennen. Rein optisch wirkt es beim Duster II aufgrund der sehr weit nach oben gezogenen Blende des Unterfahrschutzes ungünstiger. Doch steht man direkt mit seinen Beinen daneben (um maßzunehmen), so fällt auf, dass das beim Duster I nicht viel anders ist (die Höherlegung von 3 cm bei meinem Duster unterschlage ich jetzt mal).
Geräuschdämmung: Gefahren bin ich nun nicht, aber zumindest das Zuschlagen der Türen, Hauben und Deckel habe ich in der Ausstellungshalle zelebriert. Gefällt mir, wobei ich nun die Unterschiede zum Duster I Ph2 als marginal empfinde. Da ist ein Duster I Ph1 deutlich lauter.
Ein paar Fotos habe ich auch noch schießen können:
Zunächst ein 2WD im neuen Taklamakan-Orange mit Radlaufschutz, Frontbügel, Trittbrettern …
Die Befestigung des Frontbügels, mit ein wenig Schnee:

Ich finde, das ist eine nicht soooo schöne Lösung, von der Sache mit der (hier nicht vorhandenen) Frontkamera mal abgesehen. Am unteren Ende (ohne Foto) wird nicht so viel Böschungswinkel oder Bodenfreiheit abgeknappst, wie zunächst befürchtet. Auf die Frage mit der Kompatibilität mit der Frontkamera erhielt ich die sinngemäße Antwort, dass man die ja sicherlich versetzen könne.

Eine Rückleuchte:

Total uninteressant, doch zeigt der Schnee, wie sehr sich die Oberfläche nach innen wölbt. Das war mir auf den Fotos und Videos im Internetz nie so deutlich aufgefallen. Gefällt mir gut.
Nun der Duster in der Ausstellungshalle, ein 2WD mit EDC in Quarzith-Braun …
Das Handschuhfach ist schön tief:

Ganz hinten ist die blaue Dacia-Mappe mit der Bedienungsanleitung erkennbar.
Da wollte ich doch glatt mal etwas über das Anfahren im 1. Gang erfahren, und siehe da … beim Durchblättern … wem fällt hier etwas auf?

Gut, schnell damit in die Schublade:

Es fällt auf, längs passt die blaue Mappe nicht ganz rein, was einen guten Rückschluss auf die Größe des Fachs zulässt.
Und wo wir gerade bei Fächern und Ablagen sind:

Das Fach unterhalb der Klima-/Lüfterregler ist schön tief. Die (von außen) links und rechts angedeuteten Griffe sind leider keine. Das wäre noch ein nettes Detail gewesen. Allerdings sehe ich dort viel Raum für eventuelle Zusatzinstrumente oder Schalter (Zusatzscheinwerfer o. ä.).
Ein Blick auf lackiertes, aber nicht verkleidetes Blech im Innenraum:

Ich weiß, Geschmackssache, aber das stört mich bei einem noch helleren Duster, auch wenn nun diese Ecke nicht ständig im Blickfeld liegt. Da lob ich mir mein Kometen-Grau …
Blick bei umgeklappter Lehne der Rückbank in den 4x2-Kofferraum:

Beim 4x4 ist der Kofferraumboden höher, womit sich eine fast ebene Fläche ergibt. Neu ist das nicht, kennen wir ja vom Duster I.
Blick von unten auf den Heckdeckelgriff:

Ich denke, es wird viele freuen, dass der fingernagelkillende und auch gerne klemmende „Drücker“ verschwunden ist. Stattdessen öffnet sich das Schloss nun mittels „Taster“ an der Unterseite.
Blick auf die Heckdeckel-Innenverkleidung:

Vergeblich suchte ich die mir angekündigte Möglichkeit, ganz leicht so etwas wie die Eagle-Eye-LED nachzurüsten. Beim Duster I musste man nur zwei Gummikappen entfernen und in die Löcher dann die LED einsetzen. Hier, beim Duster II, müssen diese dann nun doch hinzugefügt werden. Nun denn, keine große Sache, denke ich.
Die Möglichkeit zur Kabeldurchführung:

Wie beim Duster I, doch scheint mir die linke Gummitülle doch arg auf Spannung zu sitzen …
Einstieg vorne, Beifahrerseite:

Nach etwas mehr als einer Woche in der Ausstellungshalle sieht der Lack bereits vermackelt aus (kleine Kreise). Dreck findet sich dort auch (Striche), aber das kennen wir ja. Was ich gut finde: Die Dichtung ist nicht mehr an der prägnanten Stelle unterbrochen (grüner Kreis), wie noch beim Duster I.
Nettes Detail, aber auch schon bekannt:

Der „Duster“-Schriftzug in den Scheinwerfern, leider aufgrund von Reflektionen nicht gut erkennbar.
Mehr fällt mir momentan nicht ein … (so einige Dinge, die ich noch hätte kontrollieren wollen, sind mir im AH aber auch nicht in den Sinn gekommen)
Happy

~ Daytona!