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Neuigkeiten aus der Autowelt / Re: Gehört dem E-Auto die Zukunft ?
« Letzter Beitrag von Heisenberg am 09. Mai 2019, 13:34:51 »
Hi!

Eigentlich war ich hier ja auch raus  ;) aber ich möchte mich doch nochmal ausdrücklich bei imaka bedanken, dass er uns seine Rechnung, wie er auf die 18% gekommen ist, erklärt hat. Ich habe ja deshalb nachgefragt, wer "man" ist, weil ich befürchtete, dass die "18%" von irgendeinem Journalisten der Qualitätsmedien o.ä. stammen.

Aber so kommen wir der Sache schon näher, nur dass ich 15kWh/100km auch als ein zu bisschen zu knapp bemessen ansehen würde. Wie tomruevel richtig schreibt, sehen die tatsächlichen Verbräuche bei Spritmonitor anders aus. Schon E-Kleinwagen kommen teilweise über 20kWh/100km. Und wenn wir schon das Gedankenexperiment machen, dass die komplette momentane PKW-Flotte über Nacht einen E-Antrieb bekommt, dann sind das leider nicht nur Kleinwagen und Mittelklassewagen, sondern u.a. halt auch die ganzen Riesen-SUVs, Oberklassefahrzeuge, Vans usw. Wo jetzt der tatsächliche Durchschnittsverbrauch liegen würde ist ohnehin nicht zu ermitteln, trotzdem setze ich mal die aus meiner Sicht realistischeren 25 kWh/100km in imaka's Rechnung ein und bekomme dann einen gesamten E-Auto-Stromverbrauch von 157,6 Milliarden kWh, was 28,8% der aktuell produzierten Strommenge in Deutschland entspricht.

Letztendlich ist es aus meiner Sicht aber egal, ob es 18%, 30% oder 50% Erhöhung beim Stromverbrauch sind - das gleichzeitige Durchziehen einer Energiewende hin zu Strom aus regenerativen Quellen kann (zumindest in Deutschland) nicht klappen. Und das war nun auch die eigentliche Grundaussage meines ersten Postings, wenngleich meine 3-Sekunden-Grobrechnung (die ich ja aber dargelegt hatte) den Anstieg der Stromverbrauchs durch eine E-Autoflotte überschätzt hatte (größenordnungsmäßig aber garnicht mal schlecht war).

Schönen Gruß
Heisenberg
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Neuigkeiten aus der Autowelt / Re: Gehört dem E-Auto die Zukunft ?
« Letzter Beitrag von tomruevel am 08. Mai 2019, 20:45:56 »
Legt man für ein mittleres E-Auto durchschnittlich 15kWh/100km also 0,15 kWh/km zugrunde (ein Fahrzeug der unteren Mittelklasse wie der Hyundai Ioniq als Maßstab verwendet) erhält man einen Energieverbrauch von

Moin,

der Ioniq ist kein Mittelklassefahrzeug sondern eine Klasse tiefer angesiedelt.....

Wenn man mal Spritmonitor bemüht dann sieht man, dass ein Verbrauch von 15kwh/100km so ziemlich das untere dessen ist was selbst Kleinwagen vom Schlage eines Nissan Leaf, Renault Zoe in der Praxis verbrauchen.
Selbst Kleinstwagen wie Mitsubishi iMieV/Citroen C ZERO schaffen das nicht immer.
Sobald die Fahrzeuge etwas größer werden darf man sich also gerne Mal über 20 oder 30 kWh/100km unterhalten.

Nimmt man dann noch kleine Transporter wie den Nissan E NV 200 dazu, dort ist man bei Verbräuchen zwischen 20 und 30kWh/100km.
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Neuigkeiten aus der Autowelt / Re: Gehört dem E-Auto die Zukunft ?
« Letzter Beitrag von imaka am 08. Mai 2019, 18:14:45 »
1) Wer ist "man"? 50 Mio. Kfz, also sogar inkl. LKW? Inkl. dem Transitverkehr durch Deutschland, der dann auch Strom bräuchte?
2) 18% sind "lächerlich wenig"? Ein, zwei Windräder mehr werden wohl reichen?

Ok, jetzt werde ich schon wieder zynisch. Deshalb lasse ich jetzt mal gut sein und mach mich mit aufgebundenem Bären vom Acker.  /baerenaufbinden
Man ist im allgemeinen ein Ausdruck der fast synonym für "jeder" steht, in dem Fall also jede Person die sich die Mühe macht es auszurechnen.
Ich schrieb PKW und Krafträder nicht LKW.
Zum 1.12019 hatten wir ca. 47 Mio PKW und ca. 4 Mio Krafträder in Deutschland zugelassen.
Die Nettostromerzeugung in D betrug in 2017 (2018 habe ich nicht vorliegen) 548 Terrawattstunden (also 548 Milliarden kWh), die Gesamtzahl gefahrener km in D beträgt laut KBA 732,9 Milliarden Kilometer, davon entfallen 86% auf PKW (die Krads sind hier nicht ausgewiesen).
0,86*732,9=630,3 (Mrd.)
Legt man für ein mittleres E-Auto durchschnittlich 15kWh/100km also 0,15 kWh/km zugrunde (ein Fahrzeug der unteren Mittelklasse wie der Hyundai Ioniq als Maßstab verwendet) erhält man einen Energieverbrauch von
0,15*630,3=94,5 (Mrd.) entsprechend 17,2% der 548 Mrd. kWh die heute jährlich erzeugt werden. Die rund 18% hatte ich mit den Zahlen für die Krads erhalten, die Zahl finde ich leider jetzt nicht, wieviel km die Fahren.

Ich belasse es bei dieser Rechnung und wünsche allen Befürwortern postfaktischer Behauptungen ein schönes Leben.
Ich bin an der Stelle raus, wo man lieber mit Glauben und Bären als mit korrekten Zahlen hantiert.
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Neuigkeiten aus der Autowelt / Re: Gehört dem E-Auto die Zukunft ?
« Letzter Beitrag von Heisenberg am 08. Mai 2019, 16:37:10 »
Wenn man es genau ausrechnet ergibt sich bei einem Ersetzen aller fast 50 Mio KFZ + Krafträder in Deutschland über Nacht durch E-Fahrzeuge ein zusätzlicher Stromverbrauch von ca. 18%, das ist geradezu lächerlich wenig.

1) Wer ist "man"? 50 Mio. Kfz, also sogar inkl. LKW? Inkl. dem Transitverkehr durch Deutschland, der dann auch Strom bräuchte?
2) 18% sind "lächerlich wenig"? Ein, zwei Windräder mehr werden wohl reichen?

Ok, jetzt werde ich schon wieder zynisch. Deshalb lasse ich jetzt mal gut sein und mach mich mit aufgebundenem Bären vom Acker.  /baerenaufbinden


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Neuigkeiten aus der Autowelt / Re: Gehört dem E-Auto die Zukunft ?
« Letzter Beitrag von imaka am 08. Mai 2019, 15:37:24 »
Vielleicht nur ein paar Zahlen zum Nachdenken: Der durchschnittliche Stromverbrauch eines 2-Personenhaushalts liegt bei 3000 kWh/Jahr. Wenn ich mit einem Elektroauto (nehmen wir mal einen Tesla S 70 mit 20,5 kWh/100km) 20000 km im Jahr fahre, dann kommen fürs Autofahren nochmal 4100 kWh/Jahr dazu. Also mal ganz grob: Wenn jeder Elektroauto fährt, verdoppelt sich der gesamte Stromverbrauch in Deutschland (wie gesagt ganz grob, nur überschlagsmäßig). Gleichzeitig sollen alle Kernkraft- und sonstigen konventionellen Kraftwerke abgeschaltet werden?  /wand
Die Rechnung ist in mehrfacher Hinsicht falsch. Zum Einen ist der mit Abstand größte Stromverbraucher Handwerk, Dienstleistung und Industrie, die privaten Haushalte machen nur einen kleineren Teil aus und zum Zweiten ist das deutsche Durchschnittsauto auch nicht vom Kaliber eines Model S und fährt im Durchschnitt auch keine 20 Tsd. km im Jahr.
Wenn man es genau ausrechnet ergibt sich bei einem Ersetzen aller fast 50 Mio KFZ + Krafträder in Deutschland über Nacht durch E-Fahrzeuge ein zusätzlicher Stromverbrauch von ca. 18%, das ist geradezu lächerlich wenig.
Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass der Ersatz der Bestandsflotte sich über etliche Jahre hinzieht (10-20 Jahre) landen wir realistisch bei einer Steigerung der Stromproduktion von etwa 1-2% pro Jahr in den nächsten 10 bis 20 Jahren.
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Neuigkeiten aus der Autowelt / Re: Gehört dem E-Auto die Zukunft ?
« Letzter Beitrag von tomruevel am 08. Mai 2019, 15:26:11 »
Moin,

soso, da hat VW "schon" ein elektrisches Konzeptfahrzeug vorgestellt.
Wie lange gab es das den Nissan Leaf und den Renault ZOE schon zu kaufen????

Ach, VW stellt bestimmt einen neuen Diesel vor.
Serienmäßig ohne Betrugssoftware  /hahaha /hahaha /hahaha /hahaha
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Neuigkeiten aus der Autowelt / Re: Gehört dem E-Auto die Zukunft ?
« Letzter Beitrag von Heisenberg am 08. Mai 2019, 15:12:36 »
Der Link zum o.g. Artikel ist:
https://www.news38.de/wolfsburg/VW/article217118065/VW-kuendigt-am-Mittwoch-Details-zu-absoluter-Weltpremiere-an.html

Nachtrag:
Ansonsten mag ich das alles gar nicht kommentieren. Vielleicht nur ein paar Zahlen zum Nachdenken: Der durchschnittliche Stromverbrauch eines 2-Personenhaushalts liegt bei 3000 kWh/Jahr. Wenn ich mit einem Elektroauto (nehmen wir mal einen Tesla S 70 mit 20,5 kWh/100km) 20000 km im Jahr fahre, dann kommen fürs Autofahren nochmal 4100 kWh/Jahr dazu. Also mal ganz grob: Wenn jeder Elektroauto fährt, verdoppelt sich der gesamte Stromverbrauch in Deutschland (wie gesagt ganz grob, nur überschlagsmäßig). Gleichzeitig sollen alle Kernkraft- und sonstigen konventionellen Kraftwerke abgeschaltet werden?  /wand
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Neuigkeiten aus der Autowelt / Re: Gehört dem E-Auto die Zukunft ?
« Letzter Beitrag von deepdiver am 08. Mai 2019, 14:51:46 »
Hi,

durch zufall heute auf diesen Artikel gestossen... Ist zwar noch aussagelos, aber ich denke, dass zum Wochenende dann schon mal ein paar Details zu lesen sind wie sich das der große deutsche Autobauer in Wolfsburg vorstellt.


Viele Grüße
Jens
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Neuigkeiten aus der Autowelt / Re: Gehört dem E-Auto die Zukunft ?
« Letzter Beitrag von Steinmueller am 08. Mai 2019, 05:41:38 »
Was mich am meisten an dieser ganzen derzeitigen Hysterie stört ist, dass man den Individualverkehr am liebsten auf den Berufsverkehr der arbeitenden Bevölkerung reduzieren möchte. Für mich persönlich war und ist die individuelle Fortbewegung mittels eigenem Fahrzeug schon immer ein Stück Freiheit und auch Bildungsmöglichkeit gewesen und etwas, was mir die Realisierung meiner zahlreichen Hobbies überhaupt erst möglich gemacht hat. Freiräume und dabei auch Freiheiten erobern: Ein Stück unbezahlbare Lebensqualität! Und selbst die Jahrzehnte Engagement im Natur- und Umweltschutz wären ohne eigene Motorisierung für mich niemals wirklich möglich gewesen. Für mich bedeutet das E-Auto eher eine automobile Sackgasse, schon allein wegen der problematischen und auch fragwürdigen Rohstoffgewinnung und Entsorgung.

Da gebe ich Dir völlig recht! Zumal wenn man mal schaut: was kaufen Stadtleute wenn das regelmäßige finanzielle Einkommen gesichert und auch die Wohnsituation geklärt ist als allererstes? Nein, keine Jahreskarte für den Bus, sondern ein Auto! Und das im besten Wissen das Parkplätze Mangelware sind.
Die Stadtplaner heizen das Ganze noch an indem sie wiedermal eine große Wohnungsbaustelle zulassen ohne Tiefgarage! So bleibt es usus bis spätestens 20Uhr das Auto abzustellen da man sonst keinen Parkplatz mehr findet.

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Neuigkeiten aus der Autowelt / Re: Gehört dem E-Auto die Zukunft ?
« Letzter Beitrag von Falke am 08. Mai 2019, 00:00:59 »
Was mich am meisten an dieser ganzen derzeitigen Hysterie stört ist, dass man den Individualverkehr am liebsten auf den Berufsverkehr der arbeitenden Bevölkerung reduzieren möchte. Für mich persönlich war und ist die individuelle Fortbewegung mittels eigenem Fahrzeug schon immer ein Stück Freiheit und auch Bildungsmöglichkeit gewesen und etwas, was mir die Realisierung meiner zahlreichen Hobbies überhaupt erst möglich gemacht hat. Freiräume und dabei auch Freiheiten erobern: Ein Stück unbezahlbare Lebensqualität! Und selbst die Jahrzehnte Engagement im Natur- und Umweltschutz wären ohne eigene Motorisierung für mich niemals wirklich möglich gewesen. Für mich bedeutet das E-Auto eher eine automobile Sackgasse, schon allein wegen der problematischen und auch fragwürdigen Rohstoffgewinnung und Entsorgung.
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